Knie

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Sie haben sich bei uns zur Untersuchung Ihres Kniegelenkes angemeldet oder Ihr Hausarzt hat Sie an uns überwiesen. Nach der Befragung der aktuellen Beschwerden (Anamnese) haben wir Ihr Kniegelenk untersucht (Kniegelenkstatus). Durch die orthopädische Untersuchungstechniken können wir verschiedene Strukturen des Kniegelenkes gezielt auf Verletzungsfolgen oder Erkrankungen überprüfen.

In vielen Fällen ist somit bereits anhand der durchgeführten Röntgenaufnahmen eine Schlussfolgerung auf mögliche Erkrankungen oder Verletzungen, wie beispielsweise beginnende Arthrose oder Knochenbrüche, möglich. In den einigen Fällen ist zusätzlich noch eine Magnetresonanztomographie (MRI oder MRT) notwendig, um die entsprechende Diagnose noch zu verfeinern und präzise zu stellen. Aufgrund der mittels Untersuchung, Röntgen und MRI erhobenen Befunde wird dann gegebenenfalls die Indikation zur Kniegelenksarthroskopie gestellt.

Kniearthroskopie –Kniespiegelung- Kniegelenksspiegelung

Die Kniegelenksarthroskopie ist eine minimal invasive Operation, welche bei spezifischen Schädigungen im Kniegelenk zur Diagnostik und Behandlung angewendet wird. Bei einer Kniegelenksspiegelung werden durch zwei bis drei kleine Schnitte von wenigen Millimetern Länge eine Kamera und spezielle Instrumente ins Kniegelenk eingeführt. Dadurch können krankhafte oder unfallbedingte Veränderungen und Verletzungen erkannt werden und in der selben Operation direkt mit speziellen Instrumenten behandelt werden.

Das Kniegelenk ist eines der großen Gelenke des menschlichen Körpers. Im Alltags- und Freizeitleben mit sportlichen Aktivitäten oder auch bei beruflich belastenden Tätigkeiten ist es täglich einer erheblichen Belastung ausgesetzt und entsprechend krankheits- und verletzungsgefährdet. Das Kniegelenk erlaubt vor allem Streck- und Beugebewegungen, weniger auch Drehbewegungen. Es setzt sich zusammen aus der Kniescheibe, der Gelenkkapsel, verschiedenen Bandstrukturen (Hinteres und vorderes Kreuzband, Inneres und äußeres Seitenband) sowie einem Außen - und Innenmeniskus. Diese Strukturen gewährleisten die Funktion und Stabilität des Kniegelenkes. Die Gelenkfläche des Kniegelenkes ist mit einer entsprechenden Knorpelschicht überzogen.

Kreuzbandriss

Die vordere Kreuzbandruptur ist eine Sportverletzung, die vor allem bei Kontaktsportarten wie Fußball und Handball auftritt, aber auch beim Skifahren ist das vordere Kreuzband gefährdet. Ein Kreuzbandriss entsteht bei einer Verletzung durch eine Verdrehbewequng des Kniegelenkes, oft tritt er auch zusammen mit Außen- oder Innenmeniskusrissen oder Seitenbandrissen des Kniegelenkes auf. Unbehandelt kann die Verletzung zu einer Instabilität des Kniegelenkes führen. Durch die Instabilität kann es zur Abnutzung des Gelenkes kommen. In den meisten Fällen einer vorderen Kreuzbandruptur muss deshalb, gerade da es sich meist um sportliche Patienten handelt, die Empfehlung zur Operation gegeben werden.

Die Operation

Der Eingriff wird arthroskopisch assistiert durchgeführt. Dies bedeutet im Rahmen einer Kniegelenksspiegelung. Begleitverletzungen (z.B. Meniskusrisse) werden direkt in der gleichen Operation behandelt.

Neben den 2-3 Einstichen zur Arthroskopie wird ein ca. 3cm langer Schnitt am Schienbeinkopf benötigt um die Sehne/n für das Tranplantat zu gewinnen. Normalerweise verwenden wir die Semidendinosussehne, in seltenen Fällen ist die zusätzliche Entnahme der Gracilissehne notwendig. Dies hängt von der Sehnenqualität ab. Die Sehnen werden mit einem sogenannten Sehnenstripper entnommen. Die Länge der entnommenen Sehen variiert in ihrer Länge und ihrem Durchmesse. Normalerweise wird die Semidendinosussehne 4fach gelegt.

Nach der Entnahme der Sehnen werden arthroskopisch die Stümpfe des gerissenen Kreuzbandes entfernt. Mit Hilfe von Zielgeräten werden die Kanäle für das Transplantat in den Schienbeinkopf und den Oberschenkelknochen, über ein einen Zieldraht, gebohrt. Dies geschieht unter Sicht des Arthroskopes.

Im Oberschenkelknochen wird das Transplantat mit einem kleinen Titanplättchen (TightRobe/ Fa. Arthrex) fixiert (Transfix-Schraube). Das aus dem tibialen Kanal herausreichende Ende des Transplantates wird nun kräftig angespannt und mit einer resorbierbaren Interferenzschraube durch Verklemmung befestigt.

Durch die ständige arthroskopische Sicht ist eine korrekte Lage und Spannung des Kreuzbandersatzes sichergestellt.

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